Grosser Preis vom Sempachersee 2011

Samstag, 24.9.2011

Die ganze Länge des Sempachersees galt es in nordwestlicher Richtung zu überwinden. Die sechs Kilometer lange Strecke begrüsste die, zum Teil aus Deutschland, angereisten Ruderinnen und Ruderer mit strahlendem Wetter und wenig Wind. So begaben sich 25 Achter, also insgesamt 225 Ruderinnen und Steuerleute an die mit Bojen markierte Startlinie in Sempach. Vom Ufer aus schaute eine interessierte, Zuschauergruppe dem Ausrichten der vielen Boote während ca. 15 Minuten interessiert zu.

Vom Ruderclub Schaffhausen startete ein U19-Team mit Valentin Hoff am Schlag, und der Master-Achter um Schlagmann Manuel Studach. Letzterer bemerkte beim Ausfahren, dass ein Dollenstift lose war. Um diesen dreht sich der Ruderriemen. Weil auf den Stift enorme Kräfte wirken, ist es von grösster Wichtigkeit, diesen unverrückbar anzuschrauben. So machten die Master bereits eine Kehrtwende, als ein Schiedsrichterboot hergefahren kam, um mit einem „Engländer“ aus der Not zu helfen. Frisch verschraubt machte man sich wieder daran, an den Start zu fahren. Einige Sprints und Startübungen halfen, die sich steigernde Nervosität abzubauen. Beim Startraum angekommen mussten sich die Master mit viel Mühe den Weg zwischen dem flachen Ufergelände und einem deutschen Frauen-Achter suchen, um zur vorbestimmten Startboje zu gelangen.

 25 Achter auf einer Startlinie benötigten etwa 400 Meter Platz auf dem See. Nach dem Anzählen der letzten Minuten vor dem Start wurde es still in den Booten. Nur die Ausrichtungskommandos der Steuerleute waren zu hören. Dann, das erlösende „Attention, go!“ vom Starter. Die Ruderblätter peitschten den Sempachersee und trieben die Boote voran. Die Top-Teams des Seeclubs Zürich, des 2011-Kader-Jeunesse-Achter vom Schweizerischen Ruderverband und die Würzburger Renngemeinschaft setzten sich schon auf dem ersten Kilometer vom Rest der Ruder-Armada ab. Der RCS-Master-Achter legte einen fulminanten Start hin, musste nach dem ersten Drittel aber die nebenan fahrenden Master des Basler Ruderclubs ziehen lassen. Obwohl immer wieder mit Druckspurts versucht wurde, an dieses Boot heranzukommen, gelang dies bis zum Ziel nicht. Immerhin schlug der RCS-Master-Achter acht andere Boote. Die Club-Gegner, die U19-Junioren mit Valentin Hoff, Silvan Angst, Basil Rohr, Peter Loosli, Patrick Schmid, Christian Ess, Marvin Lüddecke, Kaspar Bührer und Christian Studach (Trainer und Steuermann) kamen knapp vor den „Master-lichen“ ins Ziel. Siegreich waren die Senioren (= Elitekategorie) des Seeclubs Zürich in einer Zeit von 21 Minuten 4 Sekunden. Die Schaffhauser belegten die Plätze 16 (U19-Junioren) und 17 (Master).

Müde, aber mit einer grossen Genugtuung, den ersten Langstreckenstest der Herbstsaison 2011 erfolgreich bestritten zu haben, begab sich Jung und Alt zum Risotto, das in der Badi Sursee den Ruderern angeboten wurde. Das nächste – für Zuschauer attraktivere – Achter-Langstreckenrennen findet am 19. November 2011 in Basel statt. Dort handelt es sich nicht um einen Massenstart, sondern um ein Verfolgungsrennen.